5. November 2018 | Statik | Nutzungskonzepte | Sichtmauerwerk

Ein edles Haus für Pferde.

Seit rund 30 Jahren besitzen und bewohnen Volkmar Schneider und seine Familie das denkmalgeschützte Hammerschloss Unterklingensporn in Oberfranken, das sie liebevoll und aufwändig restauriert haben. Nun ist das Gelände um ein kleines Paradies für Pferde reicher: Auf der Fläche eines alten Schafstalls wurde ein luxuriöser Pferdestall mit großem Außengelände errichtet – natürlich in solider Kalksandstein-Bauweise.

Ein Schloss aus dem 13. Jahrhundert zu besitzen bedeutet viel Freude, aber auch viel Arbeit und Verantwortung – zum Beispiel, wenn es darum geht, den Bestand zu erweitern. Die strengen Auflagen des Denkmalschutzes sind dabei stets zu beachten. 2014 beschlossen Volkmar Schneider und seine Frau, der historischen Anlage einen Stall für die eigenen Pferde hinzuzufügen, da sie mit der bisherigen Unterbringung der wertvollen Tiere in fremden Ställen nicht zufrieden waren.

Direkt neben dem denkmalgeschützten Hammerschloss Unterklingensporn wurde ein luxuriöser Pferdestall mit großem Außengelände errichtet.

Elegant und zweckmäßig.

Da Volkmar Schneider Bauingenieur ist, plante er das Gebäude komplett selbst.
Die Außenwände des kompakten, eingeschossigen Baus bestehen aus einem massiven Kalksandstein-Mauerwerk. Die Fassaden wurden nicht verputzt, sondern die weißen Mauersteine bleiben sichtbar, was dem Stall ein elegantes, individuelles Äußeres verleiht. Rundbogenfenster und -türen mit gemauerten Stürzen ergänzen die Optik, sodass sich der Stall insgesamt harmonisch in den Bestand einfügt.

Die Fassaden wurden nicht verputzt, sondern die weißen Mauersteine bleiben sichtbar, was dem Stall ein elegantes, individuelles Äußeres verleiht.

Rundbogenfenster und -türen mit gemauerten Stürzen sorgen dafür, dass der Stall sich harmonisch in den Bestand einfügt.

Die Boxen, der Auslauf für die Pferde und die Belichtungsflächen wurden deutlich größer bemessen, als dies in den Richtlinien für Pferdehaltung vorgeschrieben ist.

Tierschutz inklusive.

In den 15 bis 25 m² großen Boxen im Inneren finden bis zu acht Pferde Platz. Die angrenzenden Paddocks im Außenbereich teilen sich jeweils zwei Tiere. Volkmar Schneider legte großen Wert darauf, die Boxen, den Auslauf der Pferde und die Belichtungsflächen deutlich größer zu bemessen, als dies in den Richtlinien für Pferdehaltung vorgeschrieben ist. Auch die Wahl des Baustoffs spielte bei seinem auf neuesten Erkenntnissen beruhenden Stallkonzept eine wichtige Rolle, denn Kalksandsteine sind als Wandbaustoff für artgerechte Tierhaltung bestens geeignet: Neben ihrer hohen Tragfähigkeit weisen sie eine enorme Temperatur- und Feuchtespeicherfähigkeit auf, sind nicht brennbar und resistent gegen mechanische Beschädigungen.

Tierisch robuster Stein.

Für die 24 cm starken Außenwände des Pferdestalls kam ein Stein aus dem KS-ORIGINAL Programm mit der hohen Druckfestigkeitsklasse (SFK) 20 und der Rohdichteklasse (RDK) 1,6 zum Einsatz. Für diesen hochfesten Stein entschied sich der Bauherr ganz bewusst, denn er ist unempfindlich gegenüber Pferdehufen. So findet man auch nach jahrelanger Nutzung keine Schäden durch Pferdetritte an den Wänden. Die weniger beanspruchten Trennwände der Sattelkammer und der Futterkammer wurden mit einem Stein der Festigkeitsklasse 12 gemauert. Passend zum Sichtmauerwerk aus hochfesten Kalksandstein wurde für die Stoßfugenvermörtelung ein starker Zementmörtel der Klasse P3 verwendet.

 

Kalksandsteine sind für artgerechte Tierhaltung bestens geeignet: Sie sind extrem robust, nicht brennbar und resistent gegen mechanische Beschädigungen.

Das in solider Kalksandstein-Bauweise realisierte Gebäude bietet Platz für bis zu acht Pferde.

Lage
Naila
Architektur/Bauplanung
Dipl.-Ing. Volkmar Schneider
Bauherr
Dipl.-Ing. Volkmar Schneider
Grundfläche
272m²
Fertigstellung
2015

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